Dokumentvorlagen
Eine Dokumentvorlage beschreibt den Aufbau und die Inhalte eines Dokuments.
Sie legt fest,
- welche Inhalte ausgegeben werden,
- welche Daten verwendet werden,
- welche Bedingungen ausgewertet werden und
- welche Dokumentbausteine eingebunden werden.
Die Dokumentvorlage selbst ist dabei keine fertige Ausgabe, sondern eine Beschreibung, wie das endgültige Dokument während der Dokumenterzeugung aufgebaut werden soll.
Bestandteile einer Dokumentvorlage
Eine Dokumentvorlage besteht in der Regel aus mehreren Bausteinen.
Typischerweise kommen dabei folgende Elemente zum Einsatz:
- Dokumentstruktur (
Body,Block,Content) - Texte
- Variablen
- Bedingungen
- Funktionen
- Dokumentbausteine
Diese Elemente arbeiten während der Dokumenterzeugung zusammen und bilden das fertige Dokument.
Statische und dynamische Inhalte
Eine Dokumentvorlage enthält häufig sowohl statische als auch dynamische Inhalte.
Statische Inhalte
Statische Inhalte ändern sich nicht.
Beispiele:
- Überschriften
- Standardtexte
- feste Hinweise
Sie werden in der Regel mit <Text> beschrieben.
Dynamische Inhalte
Dynamische Inhalte werden erst während der Dokumenterzeugung ermittelt.
Hierzu gehören beispielsweise
- Namen
- Anschriften
- Datumswerte
- Beträge
- Benutzerinformationen
Sie werden überwiegend über <Variable> ausgegeben.
Wiederverwendbarkeit
Eine gute Dokumentvorlage enthält möglichst wenig doppelt gepflegte Inhalte.
Wiederkehrende Bereiche sollten als Dokumentbaustein ausgelagert und über <Reference> eingebunden werden.
Dadurch können Änderungen zentral vorgenommen werden.
Lesbarkeit
Dokumentvorlagen werden häufig über viele Jahre gepflegt.
Eine übersichtliche Struktur erleichtert spätere Änderungen erheblich.
Empfehlungen:
- XML logisch strukturieren.
- Einrückungen konsequent verwenden.
- Dokumentbausteine sinnvoll einsetzen.
- Fachliche Abschnitte voneinander trennen.
- Aussagekräftige Namen verwenden.
Wartbarkeit
Nicht jede technische Möglichkeit führt zu einer gut wartbaren Dokumentvorlage.
Komplexe Bedingungen, lange XML-Blöcke oder mehrfach verwendete Inhalte sollten möglichst in kleinere, logisch zusammengehörige Bereiche aufgeteilt werden.
Dadurch bleiben Dokumentvorlagen auch bei späteren Erweiterungen verständlich.
Typischer Aufbau
Eine Dokumentvorlage besteht häufig aus folgenden Bereichen:
Body
├── Briefkopf
├── Anschrift
├── Anrede
├── Haupttext
├── Tabellen
├── Hinweise
├── Signatur
└── AnlagenJe nach Dokumenttyp kann dieser Aufbau selbstverständlich variieren.
Entwicklung einer Dokumentvorlage
Die Entwicklung erfolgt häufig schrittweise.
- Dokumentstruktur erstellen
- Statische Texte ergänzen
- Variablen einfügen
- Bedingungen ergänzen
- Berechnungen hinzufügen
- Dokumentbausteine auslagern
- Dokument testen
Diese Vorgehensweise erleichtert die Fehlersuche und sorgt für eine übersichtliche Dokumentvorlage.
Best Practices
- Wiederkehrende Inhalte als Dokumentbaustein auslagern.
- Fachliche Abschnitte klar voneinander trennen.
- Variablen konsequent über IntelliSense auswählen.
- Bedingungen möglichst einfach halten.
- XML regelmäßig testen.
- Dokumentvorlagen schrittweise erweitern.
Developer-Tipp
Eine gute Dokumentvorlage zeichnet sich nicht nur durch ein korrektes Ergebnis aus.
Sie sollte auch für andere Redakteure verständlich, wartbar und leicht erweiterbar sein.
Siehe auch
- Von der XML-Datei zum Dokument
- Dokumentbausteine
- Parameter und Variablen
- Developer und Datacenter