Formatvorlagen
Kurzbeschreibung
Formatvorlagen definieren das grundsätzliche Erscheinungsbild von Dokumenten.
Sie sorgen dafür, dass wiederkehrende Elemente wie Überschriften, Fließtexte oder Tabellen ein einheitliches Aussehen erhalten.
Einordnung
Bereich: Formatierung
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐☆☆☆
Vorkenntnisse: Formatierung
Siehe auch
- Formatierung
- TextProperties
- BlockProperties
Was sind Formatvorlagen?
Eine Formatvorlage fasst mehrere Formatierungseigenschaften zu einer wiederverwendbaren Vorlage zusammen.
Anstatt Schriftart, Schriftgröße, Farbe oder Abstände an jedem Text erneut festzulegen, werden diese Eigenschaften einmal in einer Formatvorlage definiert.
Anschließend kann die Formatvorlage an beliebigen Stellen verwendet werden.
Dadurch entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild über die gesamte Dokumentvorlage hinweg.
Vorteile
Der Einsatz von Formatvorlagen bietet zahlreiche Vorteile.
- einheitliches Erscheinungsbild
- geringerer Pflegeaufwand
- bessere Lesbarkeit der XML-Struktur
- einfachere Anpassungen
- konsistente Gestaltung innerhalb mehrerer Dokumentvorlagen
Bereits eine kleine Änderung an einer Formatvorlage kann sich automatisch auf viele Dokumentbereiche auswirken.
Das Grundprinzip
Formatvorlage
│
▼
Text
│
▼
DarstellungDer Text übernimmt alle Eigenschaften der zugewiesenen Formatvorlage.
Eigene Formatierungen können diese Eigenschaften anschließend ergänzen oder überschreiben.
Verwendung
Formatvorlagen werden über den Namen der gewünschten Vorlage verwendet.
Ein typisches Beispiel ist die Eigenschaft
TemplateStyle="Standard"oder
TemplateStyle="Überschrift"Der genaue Name richtet sich nach den in der Dokumentvorlage vorhandenen Formatvorlagen.
Typische Einsatzgebiete
Formatvorlagen eignen sich insbesondere für:
- Fließtexte
- Überschriften
- Tabellenüberschriften
- Standardtexte
- Hervorhebungen
- Hinweise
- Fußnoten
Immer dann, wenn dieselbe Gestaltung mehrfach verwendet wird, sollte eine Formatvorlage bevorzugt werden.
Zusammenspiel mit anderen Formatierungen
Die Formatvorlage bildet die Grundlage der Darstellung.
Darauf können weitere Eigenschaften aufbauen.
Formatvorlage
↓
BlockProperties
↓
TextProperties
↓
direkte Eigenschaften
↓
AusgabeDadurch lassen sich einzelne Texte individuell hervorheben, ohne die eigentliche Formatvorlage zu verändern.
Wann sollte eine neue Formatvorlage erstellt werden?
Eine neue Formatvorlage empfiehlt sich insbesondere dann,
- wenn dieselbe Gestaltung mehrfach verwendet wird,
- wenn mehrere Dokumentvorlagen dieselbe Gestaltung verwenden,
- wenn Änderungen später zentral möglich sein sollen.
Einmalige Besonderheiten sollten dagegen nicht über neue Formatvorlagen gelöst werden.
Typische Fehler
Zu viele Formatvorlagen
Nicht jede kleine Abweichung benötigt eine eigene Formatvorlage.
Zu viele Vorlagen erschweren die Wartung einer Dokumentvorlage.
Wiederkehrende Änderungen lokal vornehmen
Werden dieselben Eigenschaften immer wieder über TextProperties gesetzt, sollte geprüft werden, ob stattdessen eine passende Formatvorlage sinnvoll ist.
Namen uneinheitlich vergeben
Formatvorlagen sollten eindeutig und nachvollziehbar benannt werden.
Bezeichnungen wie
- Standard
- Überschrift 1
- Hinweis
- Tabellenkopf
sind leichter verständlich als allgemeine Namen wie
- Style1
- Neu
- Test
Best Practices
- Formatvorlagen als Grundlage der Dokumentgestaltung verwenden.
- Wiederkehrende Formatierungen immer über Formatvorlagen lösen.
- Neue Formatvorlagen nur bei echtem Mehrwert anlegen.
- Einheitliche und sprechende Namen verwenden.
- Lokale Änderungen sparsam einsetzen.
Developer-Tipp
Gute Dokumentvorlagen bestehen aus wenigen, klar definierten Formatvorlagen.
Einzelne lokale Anpassungen bleiben dadurch die Ausnahme und die Dokumentvorlage lässt sich auch nach Jahren noch leicht pflegen.
Fazit
Formatvorlagen bilden die Grundlage einer konsistenten Dokumentgestaltung.
Sie reduzieren den Pflegeaufwand, verbessern die Lesbarkeit der Dokumentvorlage und sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild.
Lokale Formatierungen bleiben dennoch möglich und eignen sich für einzelne Hervorhebungen oder besondere Anforderungen.