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Sectionproperties

Sectionproperties


title: “SectionProperties” linkTitle: “SectionProperties” weight: 70 description: > Definiert die Eigenschaften eines Dokumentabschnitts, darunter Seitengröße, Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen, Papierquellen und weitere Layoutinformationen.

SectionProperties

Kurzbeschreibung

Das XML-Element <SectionProperties> definiert die Eigenschaften eines Dokumentabschnitts.

Hier werden sämtliche Einstellungen zusammengefasst, die das Seitenlayout eines Abschnitts beeinflussen – beispielsweise Seitengröße, Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen, Papierquellen oder die Art des Abschnittswechsels.

Einordnung

Bereich: Dokumentstruktur

Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐⭐☆☆

Vorkenntnisse: Body · Block · BlockProperties

Siehe auch

  • BlockProperties
  • Body
  • Block
  • Table
  • Frame

Zweck

<SectionProperties> beschreibt nicht den Inhalt eines Dokuments, sondern dessen Seitenlayout.

Während Elemente wie <Block>, <Content> oder <Table> festlegen, was im Dokument ausgegeben wird, bestimmen die <SectionProperties>, wie die Seiten aufgebaut sind.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Seitengröße
  • Hoch- oder Querformat
  • Seitenränder
  • Kopf- und Fußzeilen
  • Papierquellen
  • mehrspaltige Bereiche
  • Seitenrahmen
  • Abschnittswechsel

Eine Dokumentvorlage kann beliebig viele Dokumentabschnitte besitzen.

Jeder Abschnitt kann dabei eigene Seiteneinstellungen verwenden.

Dadurch lassen sich beispielsweise innerhalb desselben Dokuments unterschiedliche Layouts kombinieren.


Was ist ein Dokumentabschnitt?

Ein Dokumentabschnitt ist ein zusammenhängender Bereich eines Dokuments, für den dieselben Seiteneinstellungen gelten.

Ein Abschnitt beginnt mit einer <SectionProperties> und endet unmittelbar vor der nächsten <SectionProperties>.

Dokument

├── Abschnitt 1
│   Hochformat
│   Briefkopf A
│   normale Seitenränder
├── Abschnitt 2
│   Querformat
│   andere Papierquelle
│   schmalere Seitenränder
└── Abschnitt 3
    Hochformat
    Anlage

Ein Dokumentabschnitt muss dabei nicht automatisch auf einer neuen Seite beginnen.

Ob ein Seitenwechsel erfolgt, wird später über den Abschnittstyp (SectionType) gesteuert.

Hinweis

Viele Dokumentvorlagen besitzen lediglich einen einzigen Dokumentabschnitt.

Mehrere Abschnitte werden hauptsächlich benötigt, wenn sich das Seitenlayout innerhalb des Dokuments ändern soll.


Typische Einsatzgebiete

Mehrere Dokumentabschnitte werden beispielsweise verwendet für:

  • Wechsel zwischen Hoch- und Querformat
  • Anlagen mit anderen Seitenrändern
  • unterschiedliche Kopf- oder Fußzeilen
  • mehrspaltige Dokumentbereiche
  • Verwendung verschiedener Papierquellen
  • Deckblätter
  • Formulare
  • Bescheinigungen

In vielen Standardbriefen genügt dagegen ein einziger Dokumentabschnitt.


Position innerhalb der Dokumentvorlage

<SectionProperties> kann an zwei unterschiedlichen Stellen einer Dokumentvorlage auftreten.

Direkt innerhalb des Body

Die häufigste Variante befindet sich unmittelbar innerhalb des <Body>.

<Body>

    ...

    <SectionProperties>

        ...

    </SectionProperties>

    ...

</Body>

Diese Schreibweise beschreibt einen eigenständigen Dokumentabschnitt.


Innerhalb der BlockProperties

Alternativ kann <SectionProperties> innerhalb der <BlockProperties> eines Blocks verwendet werden.

<Block>

    <BlockProperties>

        <SectionProperties>

            ...

        </SectionProperties>

    </BlockProperties>

</Block>

Diese Variante wird häufig verwendet, wenn ein neuer Dokumentabschnitt unmittelbar an einem bestimmten Block beginnen soll.

Ein typisches Beispiel ist eine große Tabelle, die auf einer neuen Seite im Querformat beginnen soll.

Developer-Tipp

Abschnittswechsel sollten möglichst über die entsprechenden Funktionen des Developers erzeugt werden.

Dadurch werden alle notwendigen XML-Elemente und technischen Referenzen automatisch korrekt angelegt.


Aufbau

<SectionProperties> dient als Container für sämtliche Einstellungen eines Dokumentabschnitts.

Ein typischer Aufbau sieht beispielsweise wie folgt aus:

<SectionProperties>

    <Columns Space="708">
    </Columns>

    <Footers>
    </Footers>

    <Headers>
    </Headers>

    <LinePitch>360</LinePitch>

    <PageBorders>
    </PageBorders>

    <PageMargins>

        <Bottom>1134</Bottom>
        <Footer>708</Footer>
        <Gutter>0</Gutter>
        <Header>708</Header>
        <Left>1417</Left>
        <Right>1417</Right>
        <Top>1417</Top>

    </PageMargins>

    <PageSize>

        <Height>16838</Height>
        <Width>11906</Width>

    </PageSize>

    <PaperSource
        FirstName="Logo"
        OtherName="Standard">

        <First>0</First>
        <Other>0</Other>

    </PaperSource>

</SectionProperties>

Nicht jede Abschnittskonfiguration muss sämtliche Elemente enthalten.

Je nach Dokumenttyp werden nur diejenigen Einstellungen verwendet, die tatsächlich benötigt werden.

Für die Verwendung von <PaperSource> sind jedoch die Attribute FirstName und OtherName maßgeblich.

Die untergeordneten Elemente <First> und <Other> enthalten lediglich die zugehörigen technischen Werte der Papierquellen.

Werden diese nicht angegeben, können sie beim Veröffentlichen oder erneuten Laden der Dokumentvorlage anhand der im Datacenter konfigurierten Papierarten automatisch ergänzt werden.


Eigenschaften im Überblick

Die <SectionProperties> können eine Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen enthalten.

Nicht jede Eigenschaft wird in jeder Dokumentvorlage verwendet.

Bereich Aufgabe
SectionType Beginn eines neuen Dokumentabschnitts
PageSize Seitengröße und Ausrichtung
PageMargins Seitenränder sowie Abstände von Kopf- und Fußzeilen
Headers Referenzen auf Kopfzeilen
Footers Referenzen auf Fußzeilen
PaperSource Papierquelle für erste und folgende Seiten
Columns Mehrspaltige Dokumentbereiche
PageBorders Seitenrahmen
HasDocGrid, GridType, LinePitch Dokumentraster
IsTitlePage Abweichende erste Seite
IsProtected Schutz eines Dokumentabschnitts

Die wichtigsten Bereiche für die tägliche Arbeit eines Redakteurs sind:

  • SectionType
  • PageSize
  • PageMargins
  • Headers
  • Footers
  • PaperSource

Die übrigen Eigenschaften werden überwiegend in speziellen Layouts oder durch den Developer verwendet.


SectionType

SectionType legt fest, wie ein neuer Dokumentabschnitt beginnt.

Während <SectionProperties> die Eigenschaften eines Abschnitts beschreibt, entscheidet SectionType, ab welcher Position diese Eigenschaften wirksam werden.

Je nach Einstellung beginnt der neue Abschnitt

  • auf der nächsten Seite,
  • auf der nächsten geraden oder ungeraden Seite,
  • in der nächsten Spalte oder
  • unmittelbar innerhalb derselben Seite.

Verfügbare Werte

Wert Beschreibung
nextPage Der neue Abschnitt beginnt auf der nächsten Seite.
continuous Der neue Abschnitt beginnt unmittelbar an der aktuellen Position.
nextColumn Der neue Abschnitt beginnt in der nächsten Spalte.
evenPage Der neue Abschnitt beginnt auf der nächsten geraden Seite.
oddPage Der neue Abschnitt beginnt auf der nächsten ungeraden Seite.

Nächste Seite

<SectionProperties SectionType="nextPage">

    ...

</SectionProperties>

Dies ist die am häufigsten verwendete Variante.

Sie eignet sich beispielsweise für:

  • Anlagen
  • große Tabellen
  • Wechsel ins Querformat
  • neue Dokumentkapitel

Fortlaufender Abschnitt

<SectionProperties SectionType="continuous">

    ...

</SectionProperties>

Hier beginnt der neue Abschnitt ohne Seitenwechsel.

Diese Variante eignet sich beispielsweise für

  • Wechsel auf mehrere Spalten,
  • Änderungen der Seitenränder,
  • andere Kopf- oder Fußzeilen innerhalb derselben Seite.

Gerade oder ungerade Seite

Für Druckprodukte kann ein neuer Abschnitt gezielt auf einer geraden oder ungeraden Seite beginnen.

<SectionProperties SectionType="oddPage">

oder

<SectionProperties SectionType="evenPage">

Dies wird hauptsächlich bei Broschüren oder doppelseitigen Druckerzeugnissen verwendet.


Best Practice

In klassischen Briefvorlagen genügt in der Regel

nextPage

oder

continuous

Die übrigen Varianten werden nur selten benötigt.

Developer-Tipp

Abschnittswechsel sollten nach Möglichkeit über den Developer eingefügt werden.

Dadurch werden alle zugehörigen Abschnittseinstellungen automatisch korrekt erzeugt.


Seitengröße

Die Größe und Ausrichtung einer Seite werden über <PageSize> definiert.

<PageSize>

    <Height>16838</Height>

    <Width>11906</Width>

</PageSize>

Zusätzlich kann die Ausrichtung über Orientation festgelegt werden.


Eigenschaften

Eigenschaft Beschreibung
Height Seitenhöhe
Width Seitenbreite
Orientation Hoch- oder Querformat
Code Technischer Papierformatcode

Hochformat

<PageSize Orientation="portrait">

    <Height>16838</Height>

    <Width>11906</Width>

</PageSize>

Querformat

<PageSize Orientation="landscape">

    <Height>11906</Height>

    <Width>16838</Width>

</PageSize>

Orientation

Für Orientation stehen folgende Werte zur Verfügung.

Wert Beschreibung
portrait Hochformat
landscape Querformat

Größenangaben verstehen

Viele Größenangaben innerhalb von <SectionProperties> wirken auf den ersten Blick ungewohnt.

Der Grund:

intracon speichert Seitenmaße in einer technischen Maßeinheit.

Die Werte entsprechen ungefähr folgenden Größen:

XML-Wert ungefähr
567 1 cm
709 1,25 cm
850 1,5 cm
1134 2 cm
1417 2,5 cm
1701 3 cm
2835 5 cm
5670 10 cm
11906 21 cm
16838 29,7 cm

Damit entspricht

<PageSize>

    <Height>16838</Height>

    <Width>11906</Width>

</PageSize>

ungefähr einer DIN-A4-Seite im Hochformat.

Hinweis

Die Werte dienen ausschließlich der technischen Speicherung.

Für die tägliche Arbeit sollten Seitengröße und Seitenränder über die grafischen Funktionen des Developers eingestellt werden.


Seitenränder

Die Seitenränder eines Abschnitts werden über <PageMargins> definiert.

<PageMargins>

    <Top>1417</Top>

    <Bottom>1134</Bottom>

    <Left>1417</Left>

    <Right>1417</Right>

    <Header>708</Header>

    <Footer>708</Footer>

    <Gutter>0</Gutter>

</PageMargins>

Eigenschaften

Eigenschaft Beschreibung
Top Oberer Seitenrand
Bottom Unterer Seitenrand
Left Linker Seitenrand
Right Rechter Seitenrand
Header Abstand der Kopfzeile vom oberen Seitenrand
Footer Abstand der Fußzeile vom unteren Seitenrand
Gutter Zusätzlicher Bundsteg

Seitenrand und Kopfzeile

Ein häufiger Irrtum besteht darin, Top und Header gleichzusetzen.

Beide Werte beschreiben unterschiedliche Abstände.

Oberer Blattrand


├── Header
│      Abstand bis zur Kopfzeile


└── Top
       Beginn des eigentlichen Dokumentbereichs

Entsprechend beschreiben

  • Footer

und

  • Bottom

zwei unterschiedliche Bereiche am unteren Seitenrand.


Typische Seitenränder

Viele Briefvorlagen verwenden ungefähr folgende Werte.

Bereich XML-Wert ungefähr
Links 1417 2,5 cm
Rechts 1417 2,5 cm
Oben 1417 2,5 cm
Unten 1134 2 cm

Diese Werte dienen lediglich als Orientierung.

Je nach Corporate Design oder Formularlayout können andere Seitenränder erforderlich sein.


Typische Fehler

Header und Top verwechseln

Der obere Seitenrand bestimmt nicht automatisch die Position der Kopfzeile.

Beide Abstände werden unabhängig voneinander gespeichert.


Nur Width und Height ändern

Beim Wechsel ins Querformat genügt es nicht, lediglich Breite und Höhe zu vertauschen.

Auch die Orientation sollte entsprechend gesetzt werden.


Werte manuell schätzen

Die technischen Größenwerte sind nur schwer abzuschätzen.

Änderungen sollten deshalb möglichst über den Developer erfolgen.

Developer-Tipp

Prüfen Sie Änderungen an Seitenrändern immer anhand eines erzeugten PDFs.

Bereits wenige Millimeter können dazu führen, dass Briefkopf, Tabellen oder Formularbereiche nicht mehr korrekt ausgerichtet sind.


Kopf- und Fußzeilen

Über <Headers> und <Footers> werden die Kopf- und Fußzeilen eines Dokumentabschnitts eingebunden.

Dabei enthalten diese Elemente nicht den eigentlichen Inhalt der Kopf- oder Fußzeile.

Sie enthalten lediglich Referenzen auf bereits vorhandene Komponenten.

Dadurch können dieselben Kopf- oder Fußzeilen von mehreren Dokumentabschnitten gemeinsam verwendet werden.


Grundprinzip

Komponentenbereich



Kopf- oder Fußzeile



SectionProperties



Dokumentabschnitt

Die eigentliche Kopf- oder Fußzeile existiert unabhängig vom Dokument.

Erst durch die Referenz innerhalb der <SectionProperties> wird sie Bestandteil eines Dokumentabschnitts.


Headers

Die Kopfzeilen werden innerhalb von <Headers> referenziert.

Beispiel:

<Headers>

    <ElementRef>

        <RefId>d6ade1ae-e255-437a-9303-fbe817f6ae03</RefId>

        <Target>Default</Target>

    </ElementRef>

</Headers>

Ein Dokumentabschnitt kann mehrere Kopfzeilen für unterschiedliche Seitentypen besitzen.


Footers

Fußzeilen werden analog eingebunden.

<Footers>

    <ElementRef>

        <RefId>87f917bc-466e-45d5-a4c2-dd9471ccb414</RefId>

        <Target>Default</Target>

    </ElementRef>

</Footers>

ElementRef

<ElementRef> stellt die Verbindung zwischen dem Dokumentabschnitt und einer vorhandenen Komponente her.

Es verweist dabei nicht über einen Namen, sondern über eine technische Kennung.


Aufbau

<ElementRef>

    <RefId>

        ...

    </RefId>

    <Target>

        ...

    </Target>

</ElementRef>

RefId

Die RefId enthält die eindeutige technische Kennung der referenzierten Kopf- oder Fußzeile.

Beispiel:

<RefId>

    d6ade1ae-e255-437a-9303-fbe817f6ae03

</RefId>

Diese Kennung wird automatisch durch den Developer erzeugt.

Wichtig

Die RefId sollte nicht manuell verändert werden.

Wird eine ungültige Referenz eingetragen, kann die entsprechende Kopf- oder Fußzeile nicht mehr gefunden werden.


Target

Target legt fest, für welche Seitenart die Referenz verwendet wird.

Typische Beispiele sind:

  • Standardseite
  • erste Seite
  • gerade Seite
  • ungerade Seite

Dadurch können innerhalb eines Abschnitts unterschiedliche Kopf- oder Fußzeilen verwendet werden.


Abweichende erste Seite

Soll eine erste Seite anders aussehen als alle folgenden Seiten, wird zusätzlich die Eigenschaft

IsTitlePage

innerhalb der <SectionProperties> verwendet.

Dadurch kann beispielsweise

  • auf der ersten Seite ein großer Briefkopf,
  • auf den Folgeseiten dagegen ein kompakter Briefkopf

verwendet werden.


Developer-Tipp

Kopf- und Fußzeilen sollten grundsätzlich über den Komponentenbereich und die entsprechenden Funktionen des Developers verwaltet werden.

Dadurch werden sämtliche Referenzen automatisch korrekt erzeugt.


Papierquellen

Mit <PaperSource> wird festgelegt, welche Papierart für die erste Seite und welche Papierart für alle folgenden Seiten eines Dokumentabschnitts verwendet wird.

Ein typischer Anwendungsfall ist beispielsweise:

Erste Seite


Briefpapier mit Logo

Folgeseiten


neutrales Papier

Aufbau

<PaperSource
    FirstName="Logo"
    OtherName="Standard">

    <First>0</First>

    <Other>0</Other>

</PaperSource>

Eigenschaften

Eigenschaft Beschreibung
FirstName Papierart der ersten Seite
OtherName Papierart aller folgenden Seiten
First Technischer Wert der ersten Papierquelle
Other Technischer Wert der weiteren Papierquelle

FirstName und OtherName

Für den Redakteur sind FirstName und OtherName die entscheidenden Eigenschaften.

Hier werden die Namen der Papierarten eingetragen, wie sie im Datacenter konfiguriert wurden.

Beispiel:

<PaperSource
    FirstName="Logo"
    OtherName="Standard">

Diese Namen müssen exakt mit der Konfiguration des Datacenters übereinstimmen.


First und Other

Die Elemente

<First>

und

<Other>

enthalten lediglich die technischen Kennungen der Papierquellen.

Sie werden automatisch aus der Datacenter-Konfiguration ermittelt.

Wird eine neue PaperSource ausschließlich mit den Namen angelegt,

<PaperSource
    FirstName="Logo"
    OtherName="Standard">
</PaperSource>

werden die technischen Werte beim Veröffentlichen oder erneuten Laden der Dokumentvorlage automatisch ergänzt.

Dadurch muss der Redakteur diese Werte in der Regel nicht selbst pflegen.


Typische Verwendung

Erste Seite


Firmenbriefpapier

Folgeseiten


weißes Papier

oder

Erste Seite


Farbpapier

Folgeseiten


Standardpapier

Wichtig

Die Namen der Papierarten stammen aus der Druckerkonfiguration im Datacenter.

Eigene oder frei erfundene Namen können nicht verwendet werden.


Spalten

Mit <Columns> können Dokumentabschnitte mehrspaltig aufgebaut werden.

Typische Anwendungsfälle sind:

  • Newsletter
  • Informationsblätter
  • Broschüren
  • mehrspaltige Anlagen

Zwei gleich breite Spalten

<Columns
    Count="2"
    EqualWidth="true"
    Space="708">
</Columns>

Dabei bedeutet:

Eigenschaft Beschreibung
Count Anzahl der Spalten
EqualWidth Alle Spalten gleich breit
Space Abstand zwischen den Spalten
Separator Trennlinie zwischen den Spalten

Individuelle Spalten

Sollen Spalten unterschiedliche Breiten besitzen, können einzelne <Column>-Elemente verwendet werden.

<Columns
    Count="2"
    EqualWidth="false">

    <Column
        Width="4000"
        Space="500">
    </Column>

    <Column
        Width="6000">
    </Column>

</Columns>

Wann sind Spalten sinnvoll?

Mehrspaltige Bereiche eignen sich beispielsweise für:

  • Informationsblätter
  • Zeitungsähnliche Layouts
  • Listen
  • Anlagen
  • Formulare

Für klassische Geschäftsbriefe werden sie dagegen nur selten benötigt.


Developer-Tipp

Denken Sie bei mehrspaltigen Bereichen daran, dass sich Tabellen, Bilder und größere Blöcke je nach verfügbarer Spaltenbreite anders verhalten können.

Prüfen Sie deshalb das Ergebnis immer anhand eines erzeugten PDFs.


Dokumentraster

Neben den sichtbaren Seiteneinstellungen enthält <SectionProperties> auch Eigenschaften zur Steuerung eines Dokumentrasters.

Diese Funktionen stammen aus der Word-Dokumentstruktur und werden überwiegend für spezielle Layoutanforderungen verwendet.

Für die tägliche Arbeit eines Redakteurs sind sie nur selten relevant.


Bestandteile

Zum Dokumentraster gehören insbesondere:

  • HasDocGrid
  • GridType
  • LinePitch
  • CharacterSpace

HasDocGrid

<SectionProperties HasDocGrid="true">

    ...

</SectionProperties>

Aktiviert das Dokumentraster für den aktuellen Dokumentabschnitt.


GridType

GridType legt fest, welche Art von Raster verwendet wird.

Mögliche Werte sind:

Wert Beschreibung
default Standardraster
lines Zeilenraster
linesAndChars Zeilen- und Zeichenraster
snapToChars Zeichen werden am Raster ausgerichtet

LinePitch

<LinePitch>

    360

</LinePitch>

Bestimmt den Zeilenabstand des Dokumentrasters.


CharacterSpace

CharacterSpace beeinflusst den Zeichenabstand innerhalb des Rasters.


Hinweis

Diese Eigenschaften werden in vielen Dokumentvorlagen automatisch mitgeführt.

Änderungen sollten nur vorgenommen werden, wenn hierfür ein konkreter fachlicher oder gestalterischer Grund besteht.


Seitenrahmen

Mit <PageBorders> können Seitenrahmen für einen Dokumentabschnitt definiert werden.

Typische Einsatzgebiete sind:

  • Urkunden
  • Formulare
  • Bescheinigungen
  • Anlagen
  • Dokumente mit dekorativen Rahmen

In klassischen Geschäftsbriefen werden Seitenrahmen dagegen nur selten verwendet.


Geschützte Dokumentabschnitte

Über

IsProtected

kann ein Dokumentabschnitt als geschützt gekennzeichnet werden.

Die genaue Wirkung hängt vom erzeugten Dokumentformat sowie den weiteren Dokumenteigenschaften ab.

Hinweis

Diese Eigenschaft ersetzt kein Berechtigungskonzept.

Sie beeinflusst lediglich den betreffenden Dokumentabschnitt.


Typische Anwendungsfälle

Wechsel ins Querformat

Anschreiben


SectionProperties


Querformat


große Tabelle

Dies ist wahrscheinlich der häufigste Einsatz eines zusätzlichen Dokumentabschnitts.


Andere Seitenränder

Eine Anlage benötigt häufig andere Seitenränder als das eigentliche Anschreiben.

Hier genügt ein neuer Dokumentabschnitt mit angepassten PageMargins.


Andere Papierquelle

Seite 1


Briefpapier

Seite 2


weißes Papier

Die Papierquelle wird über <PaperSource> gesteuert.


Mehrspaltiger Bereich

Ein Informationsblatt soll zweispaltig dargestellt werden.

Hierzu wird ein neuer Dokumentabschnitt mit

Columns

angelegt.


Andere Kopfzeile

Eine erste Seite soll einen großen Briefkopf besitzen.

Alle folgenden Seiten erhalten dagegen einen kleineren Briefkopf.

Hierzu werden unterschiedliche Kopfzeilenreferenzen innerhalb der <Headers> verwendet.


SectionProperties oder BlockProperties?

Diese beiden Elemente werden häufig miteinander verwechselt.

Dabei beschreiben sie unterschiedliche Ebenen eines Dokuments.

SectionProperties BlockProperties
Seitenlayout Absatzlayout
Dokumentabschnitt einzelner Block
Seitenränder Einzüge
Papierformat Absatzabstände
Papierquelle Rahmen eines Blocks
Kopf- und Fußzeilen Frame
Spalten Textausrichtung

Als Faustregel gilt:

SectionProperties beschreibt die Seite.

BlockProperties beschreibt den einzelnen Block auf dieser Seite.


Best Practices

  • Nur dann neue Dokumentabschnitte anlegen, wenn sich das Seitenlayout tatsächlich ändert.
  • Abschnittseinstellungen möglichst über den Developer erzeugen.
  • Papierquellen ausschließlich über die im Datacenter konfigurierten Namen auswählen.
  • Kopf- und Fußzeilen über den Komponentenbereich verwalten.
  • Abschnittswechsel immer anhand eines erzeugten PDFs prüfen.
  • Bei Änderungen an Seitenrändern auch Kopf- und Fußzeilen kontrollieren.
  • Technische Referenzen (RefId) niemals manuell verändern.
  • Dokumentraster nur ändern, wenn dessen Wirkung bekannt ist.

Developer-Tipp

Wenn sich das Layout “unerwartet” ändert, liegt die Ursache häufig nicht im aktuellen Block.

Prüfen Sie immer auch, ob zuvor ein neuer Dokumentabschnitt begonnen wurde.

Die zuletzt gültigen <SectionProperties> bestimmen das Seitenlayout aller nachfolgenden Inhalte.


Typische Fehler

BlockProperties und SectionProperties verwechseln

Einzüge, Absatzabstände oder die Position eines einzelnen Blocks gehören in die <BlockProperties>.

Seitengröße, Seitenränder oder Papierquellen dagegen in die <SectionProperties>.


RefId manuell ändern

Die Referenzen auf Kopf- und Fußzeilen werden automatisch erzeugt.

Eine falsche RefId führt dazu, dass die entsprechende Komponente nicht mehr gefunden wird.


Papierquellen frei erfinden

Die Werte für FirstName und OtherName stammen aus der Konfiguration des Datacenters.

Andere Namen können nicht verwendet werden.


Abschnittswechsel vergessen

Ändert sich das Seitenlayout nicht wie erwartet, fehlt häufig ein passender SectionType.


Technische Größenwerte schätzen

Die Größenwerte innerhalb der XML-Datei sind technische Werte.

Für Änderungen sollten nach Möglichkeit die grafischen Funktionen des Developers verwendet werden.


XML-Wissen

<SectionProperties> enthält keinen sichtbaren Dokumentinhalt.

Das Element beschreibt ausschließlich den Seitenaufbau eines Dokumentabschnitts.

Die eigentlichen Inhalte befinden sich weiterhin innerhalb von

  • <Block>
  • <Content>
  • <Table>
  • <Reference>
  • <VarReference>

Die Render-Engine verbindet beide Bereiche während der Dokumenterstellung miteinander.

Dadurch bleibt der eigentliche Dokumentinhalt vollständig von den Seiteneinstellungen getrennt.


Fazit

<SectionProperties> bildet die zentrale Konfigurationsstelle für das Seitenlayout eines Dokumentabschnitts.

Hier werden unter anderem

  • Seitengröße,
  • Seitenränder,
  • Kopf- und Fußzeilen,
  • Papierquellen,
  • Spalten,
  • Seitenrahmen,
  • Dokumentraster und
  • Abschnittswechsel

zusammengefasst.

Für Redakteure ist dabei vor allem wichtig zu verstehen, wann ein neuer Dokumentabschnitt benötigt wird und welche Auswirkungen Änderungen an den Abschnittseinstellungen auf das gesamte Dokument haben.

Die eigentlichen XML-Strukturen werden in den meisten Fällen durch den Developer erzeugt.

Das Verständnis der Zusammenhänge hilft jedoch dabei, bestehende Dokumentvorlagen sicher zu lesen, anzupassen und Fehler schneller zu finden.

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